Badegebäude

Gesamtansicht des Bades.
Warmbadetrakt.
Kaltwasserwanne in der Apsis.
Ältere Warmwasserwanne und Fußbodenheizung.
Jüngere Warmwasserwanne - vorne rechts die zugemauerte Tür.
Heizer im Praefurnium (Modell).

Der Altbau des Museums ist ein Schutzbau über den ausgegrabenen und konservierten Resten des kleineren Bades im Kastellort. Die Originalmauern sind Teil des UNESCO-Welterbes.
Das große Kohortenbad liegt unter dem Museums-Neubau, die Grundmauern sind im Pflaster des Römerplatzes markiert.

Das Bad ist ein typischer Vertreter des am Limes häufigen Reihentypus, hier waren alle Funktionsräume hintereinander aufgereiht, ein Rundgang war demnach nicht möglich.

Erster Raum war das Kaltbad (frigidarium), in dem sich Waschmöglichkeiten und eine unbeheizte Wanne befanden. Von hier trat man in einen lauwarm temperierten Raum ohne Wanne (tepidarium). Dies war der Aufenthalts-, Massage- und Erholungsraum, von hier brach man in den eigentlichen Baderaum, das Heißbad (caldarium) auf. Dieses bestand aus einem kleinen Schwitzraum und einem größeren Baderaum mit zwei Wannen mit heißem und kaltem Wasser.

Während des 3. Jh. n. Chr. wurde das Badegebäude verkleinert, damit trug man dem Abzug vieler Soldaten und dem Holzmangel Rechnung. Der große Warmbaderaum am Ende des Gebäudes wurde aufgegeben, die Tür zugemauert und eine kleinere Warmwasserwanne eingebaut.