Die muli Mariani unterwegs
Limeswanderung "Marienhöhe-Hergenstädter Wald"
Wann:
Jeder 1. Sonntag im Monat
April - November 2010,
14:00 Uhr
Treffpunkt:
Parkplatz Marienhöhe
(Histotainmentpark Adventon).
Strecke:
ca. 3 km
4 € pro Person
Offene Wanderung an den Limes im Hergenstädter Wald und zu interessanten Turmstellen bei Osterburken. Auf einer Länge von 400 m haben sich Wall und Graben des römischen Limes so gut erhalten wie an wenigen Orten. Der Limes-Cicerone informiert kundig und unterhaltsam über das Leben der Grenzsoldaten und das UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes. Das Gepäck wird auf einem Esel mitgeführt.
Der Limeswanderweg ist teilweise unbefestigt und sehr schmal, festes Schuhwerk ist erforderlich. Die Führung ist für Kinder geeignet, Kinderwagen können jedoch nicht benutzt werden.
Zwischen der Autobahn A 81 und Osterburken zieht sich der Limes als schnurgerade Linie durch das Gelände. Im Wald haben sich Wall und Graben so gut erhalten wie an wenigen anderen Orten.
Die Wanderung startet am Parkplatz des Histotainment Parks Adventon und folgt dem Bachlauf über offenes Feld in Richtung Limes. Erste Station ist der Limeswall im Hergenstädter Wald. Hier ist die Grenzanlage auf 400 m gut erhalten. Der Schutthügel des Wachtturms WP 08/37 "Welscher Buckel" "Welscher Buckel" ist hinter dem Wall mit seinen alten Grabungsschnitten zu sehen.
Von hier geht es dem Limesverlauf folgend nach Norden. Nach der Durchquerung eines Bachlaufes liegen linkerhand die nicht sichtbaren Reste des Limeswalls und Wachtturms WP 8/36 "Rottersberg" in der Ackerfläche. Auf der Höhe folgt die Tour dem Waldrand und passiert bei WP 8/35 "Mittlere Haidwiesen" erneut den Limes. Dieser Wachtposten war schon Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr auszumachen und liegt wahrscheinlich im Bereich eines aufgelassenen Steinbruchs.
Der nächste Wachtposten WP 8/34 "Marienhöhe" ist als konserviertes Mauerviereck neben der Kreisstraße sichtbar. Die Turmstelle ist sehr gut erforscht, hier sind nicht nur der Turm, sondern auch eine umlaufende Palisade und ein Graben nachgewiesen worden. Bevor der Turm errichtet wurde, stand hier ein Holzgestell, wahrscheinlich ein Vermeesungsgerüst, von dem aus die Trasse des Limes im Gelände eingemessen wurde.
Von hier aus geht es entlang der Kreisstraße zurück zum Parkplatz an der Marienhöhe.