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Soldatenstiefel trifft Fußballschuh

Ein Museumsrundgang fĂŒr GrundschĂŒler

 

Was haben römische Soldatenstiefel mit deinen Fußballschuhen gemeinsam?

Wir von der Römer-AG des Ganztagsgymnasiums Osterburken stellten uns genau solche Fragen, als wir feststellten, dass die Menschen in der Römerzeit ganz Ă€hnliche BedĂŒrfnisse hatten wie wir heute. Bei einem Durchgang durch die Ausstellung ĂŒberlegten wir uns fĂŒr verschiedene Exponate, wie das heutige GegenstĂŒck dazu aussehen könnte.

Auf den folgenden Seiten findet ihr Bilder dieser AusstellungsstĂŒcke, deren Funktion wir euch durch einen Text erklĂ€ren. Ein zweites Bild zeigt, wie wir das Problem heute lösen. Die Texte wenden sich an Kinder im Grundschulalter, denen wir den Museumsbesuch dadurch spannender machen wollen. 

Wir bedanken uns sehr bei der Foto-AG des GTO fĂŒr die Fotos und bei allen, die tatkrĂ€ftig bei der Mitarbeit geholfen haben.

Wir wĂŒnschen Euch viel Spaß!


Bauinschrift

römisch:

Diese Bauinschrift war am Eingangstor des Kastells in Neckarburken angebracht. Sie nennt die Truppeneinheit, die das Kastell erbaut hat. Die Nennung des Kaisernamens und die Anzahl der Regierungsjahre geben das Baujahr an.

modern:

Bauinschriften kann man heute noch an öffentlichen oder sehr alten GebÀuden finden. Sie zeigen an, wann das GebÀude gebaut wurde und wer es finanziert oder den Bau in Auftrag gegeben hat.


Ziegelstempel

römisch:

Durch den Ziegelstempel konnte man sehen, wer den Ziegel hergestellt hat. Der Stempel auf dem ZiegelbruchstĂŒck hat die Beschriftung LEG XXII. Das bedeutet, dass er von der 22. Legion hergestellt wurde.

modern:

Auch heute gibt es noch Hinweisschilder. So wird zum Beispiel auf Spielzeugautos gekennzeichnet, in welchem Land es hergestellt worden ist. Die Aufschrift „Made in China“ bedeutet, dass China das Herstellungsland ist.


Wachstafel

römisch:

Im alten Rom schrieb man auf Wachstafeln. Zum Beschreiben einer Wachstafel ritzte man mit einem Griffel (stilus) die Buchstaben in das Wachs ein. Wenn man Wachstafeln als Brief verschickte, band man sie zusammen und versiegelte den Knoten, so dass kein Neugieriger die Nachricht lesen konnte.

modern:

Heute schreibt man nicht mehr auf Wachs, sondern auf Papier. Papier wird aus Holz hergestellt. Der Griffel wurde durch verschiedene Arten von Stiften ersetzt. Diese unterscheiden sich nach dem Zweck des Schreibens. Wir benutzen Bleistifte, Kugelschreiber, Filzstifte oder FĂŒller. Um ein SchriftstĂŒck zu verschicken, benutzen wir heute BriefumschlĂ€ge.


Schloss

römisch:

Das ist ein Dosenschloss. Es diente dazu Kisten und TĂŒren sicher zu verschließen, damit nichts gestohlen wird. Durch das Schloss wurden die beiden Enden einer Kette miteinander verbunden.

modern:

Ein Schloss schließt Dinge ab, die der Besitzer des SchlĂŒssels sicher vor anderen Menschen aufbewahren möchte. Das VorhĂ€ngeschloss hĂ€lt die Glieder einer Kette zusammen. So ist es möglich ein Fahrrad abzuschließen.


Amphore

römisch:

Mit einer Amphore konnte man aus fernen LĂ€ndern Waren wie Öl, Essig, Wein oder andere FlĂŒssigkeiten einfĂŒhren. Oft wurden diese Waren dann auch in der Amphore im kĂŒhlen Keller oder auf dem Fußboden aufbewahrt. Die Amphore wurde aus Ton hergestellt.

Außerdem war die Amphore eine Maßeinheit fĂŒr Volumen (1 Amphora = 26 Liter).

modern:

Wir benutzen zum Transport von FlĂŒssigkeiten Tetrapacks. Diese sind meist mit einem Liter FlĂŒssigkeit gefĂŒllt. Der Tetrapack besteht aus Karton und ist innen mit Aluminium und einer lebensmittelechten Schutzfolie beschichtet.


Geldbörse

römisch:

Dieser Armreif war eigentlich kein SchmuckstĂŒck, sondern eine Geldbörse. Darin wurden MĂŒnzen aufbewahrt, um sie vor Verlust oder Diebstahl zu schĂŒtzen. Andere Geldbörsen waren zum Beispiel Lederbeutel, die mit einer Lederschnur verschlossen wurden.

modern:

Geldbörsen werden in unserer Zeit aus unterschiedlichsten Materialen hergestellt: Leder, Kunstleder, Kunststoffen oder Stoff. Geldbörsen werden nicht mehr am Arm getragen, sondern in der Handtasche oder in der Hosentasche, oder sichern ihn mit einer Kette. Um den Geldbeutel vor Taschendieben zu schĂŒtzen, hĂ€ngen viele Menschen sichern auch Brustbeutel um den Hals.


SchuhnÀgel

römisch:

Die NĂ€gel in den Schuhsohlen der Soldatenstiefel waren klein und abgestumpft. Sie verschafften den Soldaten einen festen Halt im freien GelĂ€nde. Außerdem war die Schuhsohle dadurch haltbarer, da das Metall ein schnelles Abnutzen bei den MĂ€rschen auf den gepflasterten Steinstraßen verhinderte.

modern:

Auch heute gibt es noch Schuhe mit Noppen. Wir finden diese an der Unterseite von Fußballschuhen oder Wanderschuhen. Die Noppen aus Kunststoff sollen dem TrĂ€ger des Schuhs einen besseren Halt im GelĂ€nde ermöglichen. Auch die Spikes der Leichtathleten dienen zu einem besseren Halt auf der Tartanbahn.


Grabstein

römisch:

Auf vielen antiken GrabmĂ€lern sind Reliefs zu sehen. Diese zeigen oft Vorstellungen ĂŒber das Leben nach dem Tod. Dieses Relief zeigt eine Szene von einem Totenmahl.

FrĂŒher wurden die Toten oft verbrannt und in Urnen bestattet.

modern:

Auch heute stellen wir Grabsteine auf GrĂ€ber. Auf ihnen steht der Name, Geburts- und Todestag des Verstorbenen. Auf Grabsteine werden auch heute noch Figuren oder Bilder gemeißelt, die mit der Religion oder dem Leben des Verstorbenen in Verbindung stehen.


SalbflÀschchen

römisch:

Das SalbflÀschchen aus Glas diente zur Aufbewahrung von Salben. Ebenso war dadurch die Salbe luftdicht abgeschlossen und lÀnger haltbar. Als Verschluss benutzte man einen korkenartigen Stopfen, der oft auch aus Glas war.

modern:

Salben bewahren wir heute in Tuben oder Dosen auf. Die Tuben bestehen aus Plastik oder wegen der besseren Haltbarkeit des Inhalts oft auch noch aus Metall. Der Deckel ist in der Regel schraubbar.


Pflug

römisch:

Einen Pflug spannte man vor einen Ochsen, um damit die Erde aufzureißen. In die mehrfach aufgepflĂŒgte Erde wurden anschließend Samenkörner gesĂ€t. Hier ist das EndstĂŒck einer Pflugschar abgebildet, das auf den Holzpflug aufgesetzt wurde. So wurde dieser widerstandsfĂ€higer.

modern:

Der heutige Pflug besteht komplett aus Metall und wird von einem Traktor gezogen. Dadurch ist er stabiler und kann eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che bewirtschaften.


Geld

römisch:

MĂŒnzen bestanden aus Metall (Kupfer, Silber oder Gold) und hatten auf der Vorder- und RĂŒckseite eine PrĂ€gung. Meist war darauf der Kopf des Kaisers abgebildet. MĂŒnzen wurden als Zahlungsmittel benutzt. Der Metallwert hatte den Gegenwert der MĂŒnze. Es gab verschiedene MĂŒnzeinheiten von As bis Aureus.

modern:

Heute gibt es nicht nur MĂŒnzen, sondern auch Scheine zum Bezahlen. Der Gegenwert einer MĂŒnze oder eines Scheins ist die Ware, die ich fĂŒr diesen Geldbetrag eintauschen kann. Heute besteht auch die Möglichkeit mit einer Kreditkarte oder EC-Karte bargeldlos zu bezahlen. Mit dem Euro kann man auf dem Gebiet der EU bezahlen.


Fernwaffe

römisch:

Der Pfeil und Bogen war eine Fernschusswaffe der Soldaten. Sie dienten zur Verteidigung und zum Angriff, konnten aber auch zur Jagd benutzt werden.

Als Überreste finden wir heute nur noch die Pfeilspitzen aus Metall. Der Schaft aus Holz und die Federn zur Stabilisierung sind in der Erde verrottet.

modern:

Die moderne Schusswaffe ist eine Pistole. Eine Pistole wird von den Polizisten zum Schutz und in NotfÀllen auch zum Töten benutzt. Mit ihr kann man mit hoher Geschwindigkeit aus mittlerer Entfernung treffen.


JupitergigantensÀule

römisch:

Die JupitergigantensÀule diente der Verehrung des Jupiters und stand damals oft auf dem GelÀnde einer villa rustica. Das ist ein antiker Gutshof.

Auf der SÀule sind die Götter, nach denen die Tage benannt worden sind, dargestellt. Auf dem Viergötterstein sehen wir Juno, Minerva, Herkules und Merkur mit ihren Erkennungszeichen.

modern:

Die MariensÀule steht auf dem Marktplatz in Osterburken direkt vor der Kirche. Sie wurde aufgestellt, um die Gottesmutter Maria zu ehren.


Bad

römisch:

In den Thermen gab es unterschiedliche Becken: KaltbĂ€der, LaubĂ€der und WarmbĂ€der. KaltbĂ€der besaßen keine Fußbodenheizung. Im Laubad war die Temperatur 20-25°C. Das Warmbad wurde durch eine Heizanlage auf etwa 50°C erhitzt, so dass die BadegĂ€ste Holzsandalen tragen mussten. Man konnte sich in den Thermen auch massieren lassen.

modern:

FrĂŒher waren BĂ€der Teil der Gesundheitsvorsorge. Auch heute steht das WohlfĂŒhlen oder der Spaß im Mittelpunkt. Allerdings gab es den sportlichen Aspekt in der Antike nicht. In heutigen SchwimmbĂ€dern gibt es Saunen, Whirlpools oder auch Rutschen und SprungtĂŒrme. Der Bademeister sorgt fĂŒr die Sicherheit der BadegĂ€ste.


Fußbodenheizung

römisch:

FrĂŒher wurde der Fußboden durch warme Luft erhitzt. Die Warmluft wurde in einen Hohlraum unter den Fußboden geleitet. Hierzu wurde am Eingang des Hohlraums ein Holzfeuer gemacht. Die warme Luft verteilte sich in den HohlrĂ€umen und erwĂ€rmte Wasser, Boden und WĂ€nde.

modern:

Heute wird warmes Wasser durch Leitungen unter dem Boden geleitet. Dieses erwĂ€rmt den Fußboden und dadurch den ganzen Raum. Das Wasser wird durch eine Gas-, Holz- oder Ölheizung in einem Boiler erhitzt.

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Termine

07. Oktober 2018

Stadtrundgang "Römisches Osterburken"

Ort: Osterburken

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04. November 2018

Wanderung: Kastell und Wachtturm

Ort: Osterburken

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