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Provinzialrömische Kleidung

Tunica und Umhang

Die Tunica ist aus leichtem, hellgr√ľnem Wollstoff mit angeschnittenem Arm, in der Taille geg√ľrtet.

Um den Hals h√§ngt ein kleines Amulett, das der G√∂ttin Luna geweiht ist, es soll sie vor Unheil und Unbill sch√ľtzen.

√úber der Tunica liegt ein Wollumhang mit Kapuze, er ist keltischen Ursprungs.

An den F√ľ√üen die typische r√∂mische cabartina - dieser Schuhtyp ist aus einem St√ľck Leder geschnitten und wird mit einem Lederband zusammengezogen und geschlossen.

Kinder aus wohlhabenden Familien trugen schon im Kleinkindalter Schuhe. Dies ist durch den gro√üen Schuhfund im Welzheimer Brunnen belegt. Die kleinste Schuhgr√∂√üe die man dort fand, k√∂nnte gerade mal einem einj√§hrigen Kind gepasst haben. (Auch genagelte Schuhe waren bei Kindern √ľblich.)

Die paenula

Der gallische Mantel wird als paenula bezeichnet. Sie ist aus einem St√ľck Stoff wie ein Poncho geschnitten, hat einen Durchschlupf f√ľr den Kopf und eine Spitzkapuze.

Dieser Manteltyp wurde ausschließlich von Männern getragen und ist ebenfalls keltischen Ursprungs.

Die paenula hat sich als sehr praktisch im rauen Norden erwiesen und wurde deshalb sehr fr√ľh von den Soldaten als Schlechtwettermantel √ľbernommen. 

Die kn√∂chellange Version des Mantels scheint caracalla genannt worden zu sein. Kaiser Marcus Aurelius Severus Antoninus Pius soll diesen Mantel w√§hrend seiner Reise durch die germanischen Provinzen bevorzugt getragen und daher seinen noch heute bekannteren Spitznamen "Caracalla" erhalten haben. 

Der Stoff war oft mit Fett behandelt, um m√∂glichst wasserabweisend zu sein.

Darunter wurde die Tunica getragen, kniekurz aus brauner Wolle und eine Hose aus grobem Leinen.