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Der Zeitpunkt der Vorverlegung des Limes

Die Eingrenzung dieses Zeitpunktes geschieht √ľber die Auswertung des sp√§testen Belegs f√ľr die Anwesenheit von Milit√§r an der hinteren Linie und dem fr√ľhesten an der Vorderen Linie. So belegten bislang drei Inschriften die Stationierung der cohors II Hispanorum in Heilbronn-B√∂ckingen f√ľr das Jahr 148 n. Chr., eine Bauinschrift in Jagsthausen nennt den Kaiser Antoninus Pius ‚Äď kann also sp√§testens 161 n. Chr., dem Jahr seines Todes, gesetzt worden sein. Diesen Zeitraum mittelte Ernst Fabricius 1902 einfach und schrieb ‚Äěum 155 n.Chr.‚Äú. Wichtigste Begr√ľndung war der Ausbau des Odenwaldlimes in Stein 145/146 n. Chr., der eine bevorstehende Aufgabe der Linie unwahrscheinlich erscheinen lie√ü.

1982 wurde ein Weihestein in dem kleinen Bad in Neckarburken gefunden ‚Äď dieser belegt, dass 158 n. Chr. der im Ostkastell stationierte numerus Brittonum Elantiensium das Badegeb√§ude renovierte. In diesem Jahr war also definitiv noch Milit√§r an der hinteren Linie stationiert und wu√üte nichts von einem bevorstehenden Umzug.

Durch die Grabungen im Beneficiarier-Weihebezirk in Osterburken gewann man ein weiteres Datum ‚Äď der √§lteste Tempel wurde aus Holz gebaut, das im Winter 159/160 n. Chr. geschlagen worden war. Und unter dem Tempel befand sich eine steinerne Quellfassung mit Nymphenstatuette und Weiheinschrift, die zweifellos √§lter sein musste.

Die Grabungen im gro√üen Kastellbad von Osterburken erbrachten nun ein weiteres Datum. Die tragenden Pfosten der ersten Bauphase bestanden aus Holz, das im Sp√§tjahr 164 n. Chr. gef√§llt wurde ‚Äď gut 10 Jahre nach der vermuteten Ankunft der Kohorte in Osterburken. Tats√§chlich sprechen einige √ľber die Dendrochronologie gewonnen Daten daf√ľr, dass zwischen 160 und 165 n. Chr. einige milit√§rische Gro√üprojekte in Angriff genommen wurden ‚Äď unter anderem die Limespalisade in der Provinz Raetia. So wird es immer unwahrscheinlicher, dass vor 160 n. Chr. nennenswerte Truppenteile dauerhaft an den vorderen Limes verlegt wurden.

Literatur

  • E. Fabricius, Ein Limesproblem. Festschrift der Unversit√§t Freiburg 1902, S. 275 ff., ORL A 7-9, 49-52.
  • G. Alf√∂ldy, Caius Popilius Carus Pedo und die Vorverlegung des obergermanischen Limes. Fundber. aus Baden-W√ľrttemberg 8, 1983, 55ff.
  • E. Schallmayer, Das zweite r√∂mische Milit√§rbad von Neckarburken, Gemeinde Elztal, Neckar-Odenwald-Kreis, mit neuen Inschriften. Fundber. BW 9, 1984, 435 ff.
  • S. Huther u. E. Schallmayer, Der Benefiziarier-Weihebezirk von Osterburken. Elitesoldaten des Statthalters am Limes. Imperium Romanum. Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau. Begleitband zur Ausstellung (Esslingen a. N. 2005) 214 ff.
  • K. Kort√ľm, Osterburken. R√∂mischer Grenzposten zwischen Neckartal und Taubergrund. Denkmalpflege in Baden-W√ľrttemberg 35.1, 2006, 39-46.

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